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Schwerpunkt der G20-TIIWG – Industrieminister: Industrie 4.0 beschleunigt die Erholung

Schwerpunkt der G20-TIIWG – Industrieminister: Industrie 4.0 beschleunigt die Erholung

Als Gastgeber der G20 2022 erweiterte Indonesien die Trade and Investment Working Group um die Industrie zur Trade, Investment and Industry Working Group (TIIWG). Industriethemen sind nicht neu, aber dieses Format gibt es erst jetzt.

„Die Industrie trägt die Wirtschaft vieler großer Länder und steuert 14,5 % zum Welt-BIP bei. Die Pandemie hat sie weltweit schrumpfen lassen und die globale Wirtschaft gestört“, sagte Industrieminister Agus Gumiwang Kartasasmita am Dienstag (8.2.) bei der Eröffnung der TIIWG in Jakarta.

Mit der Industrie als offiziellem Thema will Indonesien die G20 zur Zusammenarbeit bei den Folgen der Pandemie und zu gemeinsamen Strategien für inklusive, nachhaltige Industrialisierung bewegen – für eine stärkere, krisenfestere Wirtschaft, betonte der Minister.

„Industrie, Handel und Investitionen sind die drei wichtigsten Säulen und müssen für die Erholung zusammenwirken: Investitionen sind vorgelagert, die Industrie ist der Zwischensektor, der Handel nachgelagert“, erläuterte er.

Investitionen könnten eine wettbewerbsfähige Industrie aufbauen, Handelszugänge öffnen und zum Welthandel beitragen, so der Minister. „Investitionen, Industrie und Handel sind eine Kette, die eng zusammenarbeiten muss.“

Das Ministerium konzentriere sich in der TIIWG auf Industrie 4.0, um inklusive, nachhaltige Industrialisierung zu fördern – verknüpft mit dem übergeordneten Ziel, die Sustainable Development Goals
(SDGs) zu erreichen, die für die Erholung wichtig sind, ergänzte der Minister.

„In der G20 wollen wir Industrie 4.0 beschleunigen, den Zugang zu Technologie gerechter machen, negative Folgen des Wandels abfedern und die Zusammenarbeit für inklusive Industrie und globale Erholung stärken“, ergänzte er.

Industrie 4.0 wurde gewählt, weil sie Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit steigern, Energie- und Ressourcenverbrauch senken und die Effizienz erhöhen kann. „Das eröffnet den G20 große Chancen für Wachstum im Einklang mit den SDGs“, betonte Agus.

Studien zeigen zudem, dass Unternehmen mit Industrie 4.0 Krisen wie die Pandemie besser überstehen. „Eine schnellere Umsetzung macht die Industrie fit für künftige Krisen“, sagte er.

Industrie und andere Sektoren hätten schnell mit Digitalisierung auf die Pandemie reagiert. „Die Pandemie hat die Einführung von Industrie 4.0 sogar beschleunigt – durch digitale Produktion, Qualifizierung, Innovation und Partnerschaften“, sagte der Minister.

Mit dem Thema Industrie 4.0 in der TIIWG will der Minister Digitalisierung und Innovation beschleunigen, um Wertschöpfung, Produktivität und Effizienz zu steigern. „Die digitale Transformation stellt Unternehmen, Beschäftigte, Verbraucher, Staat, Forschung, Verbände und Gesellschaft aber auch vor neue Herausforderungen“, erklärte er.

Laut Agus schafft die Digitalisierung neue Geschäftsmodelle, die neue Arbeitsweisen und Fähigkeiten, angepasste Normen und Regeln sowie soziale Inklusion und gleichen Zugang zu Technologie erfordern. „Dafür braucht es ein Ökosystem, in dem alle Beteiligten sich vernetzen und zusammenarbeiten“, betonte er.

Internationale Zusammenarbeit sei daher strategisch wichtig. Die G20 könne die pandemiebedingte Digitalisierung nutzen und nachhaltiges Wachstum fördern. „In der TIIWG wollen wir Strategien erarbeiten, um Industrie 4.0 zu beschleunigen, ihren Nutzen zu maximieren und negative Folgen abzufedern“, schloss er.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Industrie der Republik Indonesien

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