Die heimische Textil- und Bekleidungsindustrie steht wegen der weltweiten Konjunkturabschwächung vor großen Herausforderungen. Laut IKI-Umfrage für September 2023 schrumpften beide Teilbranchen – unter anderem wegen der vielen importierten Waren auf dem Inlandsmarkt.
Das Ministerium für Industrie (Kemenperin) bedauert daher die Versteigerung importierter Textilien und Textilprodukte (TPT), die als Staatseigentum (BMMN) gelten. „Solche Auktionen müssen mit Kemenperin abgestimmt werden, damit nicht SNI-konforme oder illegal eingeführte Waren nicht auf den Inlandsmarkt gelangen“, sagte Sprecher Febri Hendri Antoni Arif am Dienstag (3.10.) in Jakarta.
Die Generaldirektion Zoll und Verbrauchsteuern des Finanzministeriums hatte über ihr Hauptzollamt Typ A Tanjung Priok (KPU BC) importierte TPT-Waren versteigert. Laut Medienberichten waren darunter Textilabfälle, Hosen, Kleidung, Tischdecken, Sofabezüge und Kissenbezüge sowie Babyschuhe und Socken.
Angesichts der Art der Waren müsse geprüft werden, ob es sich um illegale Importe handle, sagte Febri. „Wenn ja, schlägt Kemenperin vor, sie zu vernichten, damit sie den Inlandsmarkt nicht stören – zumal wenn für diese Produkte bereits eine SNI-Pflicht gilt.“
Das Verbot nicht SNI-konformer Importware stützt sich zudem auf die Regierungsverordnung Nr. 2/2017 über industrielle Einrichtungen und Infrastruktur sowie die Ministerialverordnung Nr. 45/2022 über industrielle Normung.
Der Verdacht hängt mit der jüngsten Flut ähnlicher Waren auf dem heimischen TPT-Markt zusammen, die nachweislich die inländische Produktion bedroht. Febri hält deshalb die Vernichtung für die richtige Maßnahme.
Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Industrie der Republik Indonesien
