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Kreislaufwirtschaft ausbauen: Ministerium für Industrie fördert Textil-KMU mit Ananasfasern

Kreislaufwirtschaft ausbauen: Ministerium für Industrie fördert Textil-KMU mit Ananasfasern

Die Kreislaufwirtschaft ermöglicht der Industrie nachhaltiges Wachstum unter Berücksichtigung von Ressourcen und Umwelt. Kemenperin fördert sie deshalb nicht nur bei Großunternehmen, sondern auch bei KMU.

„KMU müssen sich an Marktveränderungen anpassen und mit Großunternehmen und Importen konkurrieren. Deshalb wollen wir ihr Potenzial weiter fördern“, sagte IKMA-Generaldirektorin Reni Yanita am Montag (7.11.) bei einem Besuch in Prabumulih, Südsumatra.

Ein Potenzial für KMU seien lokale Rohstoffe als Teil regionaler Tradition, etwa traditionelle Stoffe als Markenzeichen heimischer Bekleidung
, so Reni.

„Zum Beispiel Ananasblattfasern, die sich zu Webstoffen oder anderem Kunsthandwerk verarbeiten lassen. Ananas wird in Indonesien in mehreren Regionen auf Java und Sumatra angebaut, etwa in Prabumulih“, sagte sie.

Die Nutzung der Ananasfaser durch KMU in Prabumulih soll nach den Prinzipien effizienter Nutzung nachhaltiger Ressourcen weiter ausgebaut werden. „Das entspricht der Kreislaufwirtschaft bzw. grünen Industrie und dem Green Lifestyle“, sagte Reni.

Kemenperin fördert über die Generaldirektion IKMA regelmäßig Gründer (WUB) in ganz Indonesien, auch in Prabumulih mit seinem Ananasfaser-Potenzial. „Naturfasern sind eng mit der Textil- und Bekleidungsindustrie verbunden, die für die Volkswirtschaft sehr wichtig ist“, sagte Reni.

Laut Kemenperin wuchs die Textil- und Bekleidungsindustrie im dritten Quartal 2022 um 8,09 %. Die Exporte stiegen von Januar bis Juni 2022 um 26,49 % auf 7,4 Mrd. USD (Vorjahr: 5,85 Mrd. USD).

Die Verarbeitung von Ananasblattfasern sei ein Beispiel für Sustainable Fashion mit alternativen Rohstoffen, so Reni. „Nachhaltige Mode gelingt auch mit umweltfreundlicher Rayonfaser, recyceltem Plastik und Textilresten wie Garn oder Stoff“, ergänzte sie.

Die Generaldirektion IKMA arbeite mit vielen Partnern daran, Ananasfaser-KMU in der Textilbranche voranzubringen, damit junge Unternehmer kreativer und innovativer werden. „Betriebe mit noch traditioneller Produktion und Vermarktung sollten mit anderen Branchen und jungen Designern kooperieren“, fuhr Reni fort.

Unterstützung mit Maschinen und Ausrüstung

In Prabumulih traf die Generaldirektorin zwei Ananasfaser-Gruppen und übergab ihnen Dekortikatoren zur Fasergewinnung: Die Gruppe Riyadi mit vier Mitgliedern erhält ein Gerät, die Gruppe Sejahtera mit sechs Mitgliedern zwei.

„Als Förderer ist Kemenperin auf die Regionalregierung angewiesen, um die Entwicklung der geschulten und mit Maschinen ausgestatteten Gründer zu begleiten und zu überwachen“, sagte Reni.

Santripreneur-Programm in Prabumulih

Zugleich führte die Generaldirektion IKMA mit der Stadt Prabumulih vom 7. bis 10. November 2022 das Santripreneur-Programm durch – eine Schulung für Gründer im Bekleidungsbereich mit 25 Teilnehmern aus den Pesantren Al-Furqon, Darussalam, Nahdatul Ulama und Hidayatul Mubtadin.

Die vier Pesantren-Gruppen und eine Mini-Garment-Gruppe erhielten zudem 42 Nähmaschinen und 12 Overlockmaschinen. Übergabe und Schulung fanden in der Pesantren Al Furqon in Tanjung Rambang, Bezirk Rambang Kapak Tengah, Prabumulih, statt.

Die Teilnehmer lernen zudem Unternehmertum, Volkskredite (KUR) und Gewerbenummern (NIB) kennen und üben Produktentwicklung. „Die Regierung muss alle Stakeholder einbinden – Verbände, Unternehmen, Designer, Wissenschaft, Influencer, Marktplätze und Verbraucher –, um eine wettbewerbsfähige heimische Bekleidungsindustrie
aufzubauen“, sagte Reni.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Industrie der Republik Indonesien

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